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Das Qualifizierungs- und Selbsthilfeprojekt F.R.E.I.Werk richtet sich an langzeitarbeitslose Menschen mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen (v.a. Sehbehinderte). Es ist bei Radio F.R.E.I. in Erfurt angesiedelt und wird von einem seiner Trägervereine, dem KOMED e.V., durchgeführt.

Für 40 Projektteilnehmenden sollen durch berufliche Qualifizierung und durch die Gründung einer eigenen Selbsthilfestruktur die Chancen zur Integration am Arbeitsmarkt und zur Integration in die Gesellschaft verbessert werden. Ausgehend von der Selbsthilfestruktur sollen medienpädagogische Bildungs- und Beschäftigungsangebote, Medienprodukte und Dienstleistungen entstehen, die direkt an den Bedürfnissen der Personengruppen anknüpfen. Alle Projektmaßnahmen zielen auch darauf ab, eine verstärkte öffentliche Präsenz sowie eine verbesserte Einflussnahme auf gesellschaftliche Entwicklungsprozesse im lokalen Raum herzustellen.

Bisher wurden im Rahmen des Projekts zwei halbjährige Trainingsdurchgänge mit 25 Teilnehmenden durchgeführt. Zur Erfassung der individuellen Kompetenzen wurden anfangs personenbezogene (Berufs-)Profile erstellt. Anschließend fand ein darauf zugeschnittenes Qualifizierungsprogramm statt mit dem soziale, medien- und berufsbezogene Kompetenzen gefördert wurden. Das zweisprachige Radiomagazin „Interwelle“ für russischsprachige MigrantInnen sowie das „Erfurter Hörmagazin für Blinde“ werden im Rahmen des Projekts produziert. Parallel dazu läuft eine Trainingsmaßnahme, welche die Gründung einer Selbsthilfe- und Beschäftigungsstruktur (soziales Medienzentrum) im Blick hat. Dieser Prozess sowie das gesamte Projekt werden noch bis Sommer 2012 fortgeführt.